Blog schriftl. HP-Prüfung

Auf dieser Seite geben wir Kandidaten für die Heilpraktikerprüfung Gelegenheit zur vorausgegangenen schriftlichen Heilpraktikerprüfung Erfahrungen mitzuteilen oder Fragen zu den gestellten Prüfungsfragen zu stellen.
Gerne geben wir hier auch Gelegenheit eine oder mehrere Fragen der Heilpraktikerprüfung darzustellen, die dann von uns oder von anderen Prüflingen kommentiert wird. Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung an dem Blog.
Nach unserem Eindruck – und da stehen wir sicherlich nicht alleine – nimmt der Schweregrad der Heilpraktikerprüfung in den letzten Jahren zu. Dieser Blog soll künftigen Prüflingen helfen, den Schweregrad der Prüfung abzuschätzen und einen Eindruck über die gestellten Fragen zu erhalten.
Noch eine Bitte zum Schluss: wir freuen uns über jede mitgeteilte Frage aus der Heilpraktikerprüfung, die sie aus dem Gedächtnis niederschreiben. Wir bitten jedoch nachdrücklich darum, nicht von anderer Stelle Prüfungsfragen zu kopieren und hier im Blog zur Diskussion zu stellen.

 

 

6 thoughts on “Blog schriftl. HP-Prüfung

  1. Hallo, ich würde mich freuen wenn Sie die folgende Frage für mich erläutern könnten:

    eine der 1. Fragen der HP Prüfung im März 2016 betraf das Denguefieber:
    ich wusste, dass Denguefieber zu starken Schmerzen führt. Eine der zur Auswahl gestellten Antworten lautete, dass Denguefieber zu einem plötzlichen hohen Fieber und zu starken Gelenkschmerzen führt. Eine andere Antwort-Auswahl schlug vor, dass Denguefieber mit Aspirin (Acetylsalicylsäure) zu behandeln.
    Da ich mir nicht sicher war, ob das Denguefieber plötzlich beginnt aber wusste, dass es sehr schmerzhaft ist, habe als Antwort angekreuzt es mit Acetylsalicylsäure zu behandeln. Ich meine, dass diese Antwort auch richtig ist. Meines Erachtens ist diese Frage mit einer einfachen Auswahl mehrdeutig und 2 Antworten sind richtig! (?) Wer weiß es genau?

    1. Hallo Sabine,
      danke für deine Frage – hier nun meine Antwort.

      beim Denguefieber kommt es tatsächlich zu starken Schmerzen in den Gliedmaßen. Deshalb heißt das Denguefieber unter anderem auch Knochenbrecherfieber.
      Leider ist die Antwort der Kandidatin, dass das Denguefieber mit Aspirin (Acetylsalicylsäure) behandelt werden soll, völlig falsch! (Obwohl ihre Überlegungen vom Grunde her richtig sind). Wenn man weiß, dass Denguefieber sehr schmerzhaft ist, kann man auf die Idee kommen es mit Acetylsalicylsäure zu behandeln, da dieses Präparat schließlich Fieber senkt und auch Schmerzen bekämpft.
      Beim Denguefieber gibt es jedoch eine gravierende Komplikationsmöglichkeit und dies ist das hämorrhagische Denguefieber. Beim hämorrhagischen Denguefieber kommt es zu einer Erhöhung der Durchlässigkeit der Blutgefäße mit inneren Blutungen. Da Acetylsalicylsäure das Zusammenballen der Blutplättchen – die Thrombozyten-Aggregation – behindert, würde die Einnahme von Acetylsalicylsäure die Symptome der Blutung noch verstärken. Die Gabe von Acetylsalicylsäure ist daher beim Denguefieber kontraindiziert.

  2. Bei einer Frage zur Hepatitis mit mehreren Auswahlen (könnte Frage 10 gewesen sein) war ich ziemlich aufgeschmissen, obwohl ich mich gut auf die Hepatitis vorbereitet habe. Als Antwort wurde unter anderem vorgeschlagen, dass bei der Hepatitis A häufig Dauerausscheider zu beobachten sind. Wieso ist diese Antwort nicht richtig?

  3. Für den Ausschluss dieser Antwort sollte man wissen, dass die Hepatitis A niemals chronisch werden kann. Damit scheidet auch die Möglichkeit einer Dauerausscheidung bei Hepatitis A aus

  4. noch eine Frage:
    Bei der letzten Frage, wurde nach dem geschädigten Nerv beim Steppergang gefragt. Mit dieser Frage konnte ich überhaupt nichts anfangen und habe geraten. Was ist der Steppergang und welcher Nerv ist hier geschädigt?

    1. Beim Steppergang kann der Patient den Fuß nicht anheben. Beim Gehen fällt der Vorfußes nach unten und ein Betroffener hebt – um nicht über den eigenen Fuß zu fallen – das Bein im Knie an.
      Der Steppergang ist Folge einer Lähmung des Nervus peroneus. Der Nervus peroneus war unter mehreren Nerven zur Auswahl angeboten. Leichter wäre die Frage zu beantworten gewesen, wenn statt der Bezeichnung Nervus peroneus, die auch für diesen Nerv gebräuchliche Bezeichnung Nervus fibularis (mit) angeboten worden wäre. Dann hätte man ableiten können (oder sich erinnern können), dass es häufiger durch Druck zu Schädigungen des Nerv am Wadenbein (Fibula) kommt. Der Nervus peroneus verläuft oberflächlich am Schienbeinköpfchen (seitlich am Knie) und liegt dort sehr oberflächlich.

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